"DIE meisten Schlangen in unserer Gegend sind harmlos." Dieser zunächst ganz unschuldig daherkommende einleitende Satz in dem Faltblatt "Patterson Hiking Trail Map" macht das auf mitteleuropäische Umkehrschlusslogik getrimmte Gehirn stutzig ... "die MEISTEN??? Heißt das ... ???" Und richtig: Zwei Sätze weiter wird aus dem Verdacht beängstigende Gewissheit: "Es gibt zwei giftige Arten: die Kupferkopfschlange und die Waldklapperschlange." Na toll!!! Und ich bin gerade kreuz und quer durch den Wald gekraxelt! Mein einziger Trost: Es ist so richtig kalt geworden, und da verkriechen sich die Schlangen lieber ...
Eigentlich ist das ja eine tolle Wandergegend hier rund um Patterson! Bei einem Blick auf Google Earth habe ich gestern einen kleinen See entdeckt, und an so einem Fleckchen lohnt es sich immer, nach Vögeln Ausschau zu halten. Also bitte ich Carolyn, mich auf der Rückfahrt von Danbury an diesem Gewässer abzusetzen. Obwohl sie schon seit Jahren hier lebt, ist ihr diese Ecke des Bethelgeländes völlig unbekannt!
Der See entpuppt sich als Wasserreservoir, an dem geangelt werden darf. Dahinter beginnt ein ausgeschilderter Wanderpfad, der in den dichten Wald führt.
Da hab ich ja richtig Glück gehabt! Mir begegnen nur die hübschen aber sehr scheuen grauen Eichhörnchen, der eine oder andere Chipmunk (Streifenhörnchen) und (natürlich!) jede Menge Vögel. Das absolute Highlight? Eine halbe Hundertschaft Cedar Waxwings (nach dem hübschen gelben wachsartigen Plättchen am Ende der Schwanzfedern), eine mit unseren Seidenschwänzen verwandte Vogelart, die im Winter manchmal invasionsartig aus dem hohen Norden bei uns einfällt und sich über sämtliche Beerensträucher hermacht! Diese wilden Kreaturen sind mir doch allemal lieber ...
Ach, zu guter Letzt hab ich doch noch eine Schlange gesehen. Aber die wäre, glaub ich, ungefährlich gewesen. SO war sie es auf jeden Fall ...
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