Montag, 27. September 2010

Na bitte - geht doch!!!

Der erste Blick aus dem Fenster heute morgen zeigt einen strahlend blauen Himmel! Fast scheint es, als habe er etwas wiedergutzumachen ...

Erst einmal aber heisst es Fruehstuecken. Nun sind wir es ja gewohnt, jeden Morgen mit rund 1000 lieben Menschen am Tisch zu sitzen. Da ist es schon ziemlich gewöhnungsbeduerftig, wenn man plötzlich nur zu sechst ist! Aber auch nett ... und sonst ist alles wie in jedem anderen Bethel auch ...

Svanberg hat die geniale Idee, uns sein Auto auszuborgen. Also machen wir uns gleich auf den Weg - man weiss ja nie, wie lang das Wetter hælt ... Gut zehn Kilometer ausserhalb von Reykjavik gibt es einen Fabrikverkauf aller möglichen Wollartikel mit den bekannten islændischen Mustern. Da kann man unmöglich einfach so dran vorbei fahren ... 

Eine Stunde spæter ist das Wetter immer noch sehr schön, so dass wir spontan in Richtung Norden aufbrechen. Allerdings ist es eher eine Stop-and-go-Fahrt, denn hinter jeder Biegung der Strasse entdecken wir eine neue Bucht auf der unzæhlige Wasservögel schwimmen. So kommen die Vogelliebhaber doch noch auf ihre Kosten! Und nicht nur die:


Rund um Island fuehrt eine gut ausgebaute Ringstrasse, auf dem man die ganze Insel umrunden kann. Das kommt natuerlich heute nicht in Frage, aber das Besondere daran ist, wie sie Hindernisse ueberwindet. Zum Beispiel gibt es da den fast 30 Kilometer weit ins Hinterland reichenden Hvalfjörður (Walfjord). Damit man nicht so weit fahren muss, hat man einfach kurzerhand einen Tunnel drunter durch gebaut: 165 Meter tief, und damit 120 Meter unter dem Meeresboden - irgendwie ein ziemlich komisches Gefuehl, da durchzufahren ... man ist froh, wenn man wieder oben ist ... 

Auf dem Rueckweg (wie haben genug Zeit und das Wetter ist - von ein paar Schauern abgesehen - immer noch schoen) nehmen wir die alte Strasse am Fjord entlang. Ringsum kommen unzæhlige Wasserfælle, grosse wie kleine, aus den Bergen, einer schöner als der andere. 


Wir fahren ueber einen Wildwasserfluss, der Láxa heisst -  und in dem alljæhrlich Tausende und Abertausende von Lachsen bei ihrer Wanderung zu den Laichplætzen beobachtet werden können ... Nach einem heftigen Regenschauer (doch noch) bricht die Sonne durch die Wolken und zaubert einen fantastischen Regenbogen in eine gigantische Landschaft ... da gehen einem die Worte aus ...



Unser Fazit heute (mal wieder): Die Erde ist wunderschön - ueberall da, wo der Mensch noch nicht gross reingepfuscht hat. Was fuer ein Geschenk, zu wissen, dass wir das alles bald so richtig werden geniessen koennen!

Keine Kommentare: