Wer unsere momentane Adresse (98 Lily Pond Drive, Sag Harbor) mal bei Google Maps eingegeben und sich dann mit Google Earth die Umgebung etwas genauer angeschaut hat, wird festgestellt haben, dass wir nicht nur mitten im Wald wohnen, sondern auch umgeben sind von einer ganzen Reihe kleiner und groesserer Teiche und Seen. Soviel wussten wir auch letztes Jahr schon. Was wir aber nicht wussten: Praktisch direkt hinter unserem Haus beginnt ein ganz versteckter Waldweg, der uns nach kaum zehn Minuten Fussmarsch hierhin fuehrt:
Der Long Pond Greenbelt ist ein rund 11 Kilometer langer Korridor vom Long Island Sound im Norden zum Atlantik im Sueden. Er dient als regelrechtes Refugium fuer seltene Tier- und Pflanzenarten sowie als "Trittstein" zum Ausruhen fuer Zugvoegel, die gerade jetzt auf dem Weg in den Sueden zum Ueberwintern sind. (Das erklaert, warum wir die mit Abstand meisten Vogelarten ueberhaupt bisher morgens beim Fruehstuecken auf unserer Terrasse gesehen haben ... vor allem in dem Wacholderbaum direkt vor unserer Nase, mit dessen hellblauen Beeren sich gerade alle den Magen vollschlagen ... wie solche Rotkardinaele!)
Hauefigster Baum ist hier die Amerikanische Weiss-Eiche (Wein- und Sherryliebhabern als hervorragender Lieferant von Fassholz bekannt ...). Aber auch so exotische Namen wie Common Sassafras oder Pignut Hickory begegnen uns auf den Schildern des Waldlehrpfads. Besonders auffaellig und wunderschoen ist das Laub des in allen Rottoenen schimmernden Acer rubrum:
Der Boden ist, soweit das Auge reicht, mit Blaubeerstraeuchern bedeckt - die allerdings leider schon alle leergepflueckt oder -gefressen sind. (Aber die Marmelade, die es hier zu kaufen gibt, entschaedigt reichlich dafuer!) Staendig raschelt es irgendwo im Laub; meist sind es die huebschen und flinken Grauhoernchen, die fleissig Eicheln bunkern fuer den Winter. Ab und zu bekommt man mit viel Glueck auch eines der sehr heimlichen Tierchen zu Gesicht, die aufmerksamen Lesern der Lustigen Taschenbuecher von Walt Disney hinlaenglich als "A- und B-Hoernchen" bekannt sein duerften ...
Von den sieben Schlangenarten, die hier heimisch sind, haben wir leider, leider kein Exemplar entdecken koennen - aber was nicht ist, kann ja noch werden. Und den extrem seltenen, mit deutlich ueber 30 Zentimetern Laenge groessten Vertreter aus der Familie der Querzahnmolche wuerden wir zu gerne auch einmal in Augenschein nehmen ...
Jedenfalls haetten wir nie gedacht, dass wir buchstaeblich mitten in einem Naturparadies wohnen! Und wieder sind ein paar Liederbuecher "verbraucht" ...




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1 Kommentar:
Lovely photos. You clearly enjoy your vacation.
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